Kontakt
Sprecher:
Dr. Andreas Wurpts
+49 4932 916 121
andreas.wurpts@nlwkn-ny.niedersachsen.de
Koordinatorin:
Dipl.-Ing. Maike Kuhn
+49 4932 916126
+49 4932 1394
Maike.Kuhn@nlwkn-ny.niedersachsen.de
Forschungsstelle Küste im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN-FSK)
An der Mühle 5
D-26548 Norderney
Zielsetzung
Vorrangiges Ziel des Projektes ist eine für die Belange des Küstenschutzes optimierte und bedarfsgerechte regionale Datenbasis von Klimaänderungsfolgen zu schaffen, die auch über den Bedarf des Verbundprojekts hinaus von Nutzen sein wird. Dies gilt zum einen für die Datensätze von Wind, Wasserständen und Seegang für unterschiedliche Klimaänderungsszenarien im Gebiet der südlichen Nordsee und zum anderen für die darauf aufbauenden regionalen Datensätze für das Emsästuar und Teile des Ostfriesischen Wattenmeers. Diese Daten sollen auch hinsichtlich potenzieller Auswirkungen auf den Naturraum Küste genutzt werden, wobei insbesondere dessen morphologische Anpassungsfähigkeit exemplarisch evaluiert wird.
Im Vorhaben werden diese Daten primär genutzt, um für Belange des Küstenschutzes auf regionaler Ebene konkrete, in Belastung und Bemessung von Küstenschutzanlagen umsetzbare Grundlagen zu liefern, um die Folgen von Klimaänderungen sowohl für die gegenwärtigen Strategien des Insel- und Küstenschutzes beurteilen zu können als auch für denkbare Alternativen. Da die Datenbasis die Bandbreite möglicher Klimaentwicklungen abdecken wird, wird es möglich sein Anpassungsvarianten nicht nur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, sondern auch hinsichtlich ihrer Sensitivität bezüglich der Unsicherheiten in der zukünftigen Klimaentwicklung zu bewerten. Damit wird es möglich, aus dem Spektrum möglicher Anpassungsstrategien jene herauszufiltern, die für große Schwankungsbreiten der Klimaentwicklung geeignet bleiben. Sie würden angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten über die Klimaentwicklung größere Planungssicherheit gewährleisten als Lösungen für einen engeren Zielkorridor der Klimaentwicklung. Angesichts des Zeitbedarfs für die Umsetzung von Planungen im Insel- und Küstenschutz ist damit ein essentieller Vorteil gegenüber den derzeit verfügbaren Planungsgrundlagen gegeben. Damit werden die für die Umsetzung verantwortlichen Stellen in die Lage versetzt, konkrete Planungen zu entwickeln und hinsichtlich Machbarkeit und Kosten zu bewerten. Hierbei wird von erheblichem, zusätzlichem Wert sein, dass einerseits aus dem Projekt belastbare Grundlagen zur unterschiedlichen Akzeptanz von Strategien auf fundierter sozialwissenschaftlicher Grundlage beigesteuert werden können und andererseits Handlungsmuster für einen partizipatorischen Diskurs auf ihre Eignung überprüft werden können.
Parallel zu den Untersuchungen hinsichtlich des Insel- und Küstenschutzes werden synergetisch durch zielgerichtete Modellierungen für die Klimaänderungsszenarien Datensätze erstellt, die -wenn auch in begrenztem Umfang- Rückschlüsse auf Folgewirkungen für den Naturraum Küste ermöglichen: Zum einen werden Sensitivitätsstudien hinsichtlich der -für die Strategie des Küstenschutzes- sehr bedeutenden Frage des Mitwachsens der Watten mit einem beschleunigten Meeresspiegelanstieg vorgenommen, zum anderen werden physikalische Grundlagen für weitergehende Untersuchungen zu ökologischen Folgewirkungen zur Verfügung gestellt werden.
Die wesentlichen Ergebnisse der Teilprojekte 1 bis 4 werden ergänzend zur wissenschaftlichen Evaluierung als digitaler Atlas aufbereitet, in dem die für Planer und Entscheider bei Umsetzung relevanten Datensätze für die untersuchten Klimaänderungsszenarien in komprimierter, unmittelbar erkennbarer Form verfügbar werden. Hiermit soll gewährleistet werden, dass die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Ergebnisse des Projektes einem breiten Kreis von Nutzern unmittelbar zugänglich werden.

Organisation des Forschungsthemas A-KÜST/Küstengewässer und Vernetzung der Teilprojekte (größere Ansicht beim Klicken auf das Bild)


