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TP 2: Recherche vorhandener Literatur und Daten zu Unkräutern

Auch diese Vorstudie erarbeitete Grundlagen für die Experimente und die Modellierungsarbeiten, besonders in den TP14, 15 und 21 (s.u.) und wurde 2010 abgeschlossen. So  wurde eine Übersicht der  Unkrautarten vorbereitet, für die ein Klimawandel in Niedersachsen relevant sein könnte. Außerdem wurden nutzbare Modellansätze identifiziert. Zum Thema Unkräuter und Klimawandel in Agrarökosystemen wurden insgesamt ca. 900 Literaturreferenzen zusammengestellt, von denen fast 300 einen direkten oder indirekten Bezug zum Klimawandel haben.

Im Verlauf der Recherche wurde ein verstärktes Augenmerk auf die folgenden Arten gelegt: Abutilon theophrasti, Amaranthus retroflexus, Datura stramonium, Echinochloa crus-galli, Geranium dissectum, Geranium pusillum, Iva xanthiifolia, Lithospermum arvense, Scandix pecten-veneris sowie Setaria viridis. Die Relevanz und Auswahl der einzelnen Unkräuter für die Fragestellung des KLIFF-Forschungsverbundes wurde aus einer Synthese aus ökonomischer Bedeutung, historischer Verbreitung, Literaturpräsenz und Handhabbarkeit in den einzelnen Versuchseinstellungen gewählt. Mit den oben genannten Arten wird in den Teilprojekten TP14, TP15 und TP21 bevorzugt gearbeitet.

Die Literaturrecherche hat ebenfalls verdeutlicht, dass es zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Klima, Boden und dem Landmanagement gibt. Daher wird nicht allein der Klimawandel zu mehr oder weniger großen Auswirkungen auf Unkräuter im Agrarökosystem führen, sondern vielmehr das Zusammenspiel wichtiger Einflussfaktoren, wodurch mögliche Voraussagen erschwert werden. Detailierte Informationen können aus den KLIFF FT3 Publikationen entnommen werden (z.B. Peters & Gerowitt 2011).

Antragsteller: Dr. H.H. Steinmann, Georg-August-Universität Göttingen, Zentrum für Landwirtschaft und Umwelt

Zentrum für Landwirtschaft und Umwelt/Uni. Göttingen

Bearbeitung: Dipl.-Ing. Barbara Edler, Dipl. Biol. Kristian Peters