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TP 3: Landnutzung und Produktionsmitteleinsatz – Status Quo, Analyse, Szenarien

In dieser Vorstudie. die bis Mitte 2011 lief, wurden Daten und Informationen über bereits erfolgte Veränderungen der landwirtschaftlichen Landnutzung in Niedersachsen gesammelt.

Bei der Bestandsaufnahme der Landnutzung auf Kreis- und Gemeindebasis (1979 vs. 2007) ist besonders die Steigerung des Mais-, Winterweizen- und Winterrapsanbaus auffallend. Auf der anderen Seite verloren Sommergetreidearten (z.B. Hafer) stark an Bedeutung.

Weiterführende Auswertungen beschäftigten sich mit der Identifizierung realer Fruchtfolgekombinationen. So wurde der Daueranbau von Feldfrüchten über 4 Jahre hinweg analysiert (2005-2008). Dabei ist der Maisdaueranbau in Nordniedersachsen mit über 50% an der Ackerfläche in einzelnen Landkreisen als problematisch anzusehen. In einigen Regionen Nordniedersachsens wird auch Winterweizen in Dauerfolge angebaut.

Mit der Berechnung von regionalisierten Behandlungsindizes konnten Gebiete mit einem vergleichsweise hohen Pflanzenschutzmittel­einsatz identifiziert werden. Diese sind jedoch nicht deckungsgleich mit den Gebieten wo derzeit Daueranbau betrieben wird. Offenbar ist die statistische Anwendungshäufigkeit von Pflanzenschutzmitteln in den ostniedersächsischen Geeststandorten mit Kartoffel- und Rübenanbau höher als in den Gebieten mit überwiegendem Maisanbau. Tatsächliche Pflanzenschutzmitteleinsatzintensitäten konnten jedoch mit dem zur Verfügung stehenden Datenmaterial nicht abgebildet werden.

In Zukunft werden Verfahren benötigt, die die zukünftige landwirtschaftliche Landnutzung mit einer ausreichenden Wahrscheinlichkeit des Eintreffens projizieren können, obwohl auch in Zukunft derzeit noch unbekannte ökonomische und agrarpolitische Rahmenbedingungen für die Nutzpflanzenauswahl der Landwirte maßgeblich verantwortlich sein werden. Unklar ist derzeit, welche neuen Kulturpflanzen unter künftigen Klima- und Landnutzungsszenarien in Niedersachsen angebaut werden.

Antragsteller: Dr. H.H. Steinmann, Georg-August-Universität Göttingen, Zentrum für Landwirtschaft und Umwelt

Zentrum für Landwirtschaft und Umwelt/Uni. Göttingen

Bearbeitung: Dr. Carsten Mönnig