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TP 15: Unkrautuntersuchungen auf phänologisch-populationsbiologischer Skala

Ziel des Teilprojektes ist, die Reaktionen ausgewählter Unkrautarten auf Klima­änderungen sowohl auf einzelpflanzlicher wie auch auf populationsdynamischer Ebene abzuschätzen. Die Grundlage bilden Experimente in Klimakammern, die durch Felderhebungen ergänzt werden.Ein erstes Ergebnis aus einem Klimakammerversuch mit Mais (Abb.1) zeigte bisher, dass vor allem Echinochloa crus-galli mit verstärktem Höhen- und Biomassezuwachs auf eine Temperaturerhöhung von +2°C im Vergleich zum heutigen Klima reagierte. Setaria viridis zeigte dagegen keine Reaktion auf die Temperaturerhöhung, während Amaranthus retroflexus entgegen der Erwartung eine geringere Wuchshöhe und Biomasseproduktion aufwies. Dies lässt u.a. vermuten, dass sich bei einigen Unkrautarten neben der Temperatur auch noch andere Wachstumsfaktoren verändern müssen (z.B. Licht- und Wasserangebot), um ein verstärktes Wachstum ermöglichen zu können.

Zahlreiche andere Experimente werden derzeit durchgeführt: Ein Versuch soll die Frage beantworten, ob es auch „Klima-Verlierer“ unter den Unkrautarten geben wird. Als Modell für diesen Versuch wurden die seltenen Ackerwildkräuter Scandix pecten-veneris und Lithospermum arvense ausgewählt, die in der Kulturart Weizen eingesät wurden. Es handelt sich um einen randomisierten Freilandversuch mit „Klimakäfigen“ (Abb.2), in denen eine durchschnittliche Erhöhung der Lufttemperatur um +1,5°C allein mit passiven Mitteln (Folien und Gaze) angestrebt wird.

Im Rahmen des Teilprojektes sind bisher zwei Artikel erschienen, die weitere Informationen bieten (Peters & Gerowitt 2011, 2012; siehe KLIFF FT3 Publikationen).

Abb.1: Klimakammerversuch mit Mais und den Unkrautarten Echinochloa crus-galli, Setaria viridis und Amaranthus retroflexus

Abb.2: Freilandversuch mit “Klimakäfigen“

Antragstellerin: Prof. Dr. B. Gerowitt, Universität Rostock, Institut für Landnutzung, Abteilung Phytomedizin

Phytomedizin/Uni. Rostock

Bearbeitung: Dipl. Biol. Kristian Peters

Phytomedizin/Uni. Rostock

Bearbeitung: Dipl. Biol. Kristian Peters