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TP 23: Anpassung von vorbeugenden Maßnahmen zur Krankheits- und Schädlingsbekämpfung

Nicht nur das Klima, sondern vor allem das Anbauverfahren beeinflusst das verstärkte Auftreten von Schaderregern im Ackerbau. Ein hohes Schaderregerrisiko resultiert oftmals aus einer Kombination aus enger Fruchtfolge, nicht-wendender Bodenbearbeitung und sehr früher Aussaat vor allem einer anfälligen Sorte. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass dem Landwirt zur Schadensbegrenzung vielfältige Instrumente der Vorbeugung zur Verfügung stehen.

Die Anpassung von indirekten Pflanzenschutzmaßnahmen an sich ändernde klimatische Bedingungen ist eine Grundvoraussetzung für eine gute und standortangepasste Pflanzenbaupraxis, die sich bereits heutzutage auf die zum Teil erheblichen jährlichen Witterungsschwankungen einstellen muss.

Die auf regionalisierten Klimaszenarien basierenden Modellierungen der veränderten Dynamik wichtiger Schaderreger (siehe oben Teilprojekt TP20) erlauben Schlussfolgerungen für sinnvolle bzw. erforderliche Anpassungen der Anbausysteme, die im Rahmen einer abschließenden einjährigen Studie erarbeitet werden sollen. Anpassungen können zum Beispiel in den Bereichen Bodenbearbeitung, Fruchtfolge (auch Zwischenfruchtanbau), Aussaat- und Erntetermin, sowie Sorteneigenschaften (Schaderregerresistenz, Stresstoleranz, Konkurrenzfähigkeit) vorgenommen werden. Weitere Informationen zu diesem Thema, speziell zu pilzlichen Krankheiten, sind in den KLIFF FT3 Publikationen enthalten (Juroszek & v. Tiedemann 2011).

Antragsteller: Prof. Dr. Andreas von Tiedemann, Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Allgemeine Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz

Allgemeine Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz/Uni. Göttingen

Bearbeitung: Dipl.-Ing. Magdalena Siebold, Dr. Birger Koopmann, Dr. Peter Juroszek