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TP 5: Wissenschaftliche Planung und Ergebnistransfer

mit den Projekten 5.1 “Wasserwirtschaftliche Begleitung und Ergebnistransfer” und 5.2 “Information, Kommunikation und Partizipation”

TP5.1: Wasserwirtschaftliche Begleitung und Ergebnistransfer

Die Hauptziele dieses Teilprojekts umfassen die wasserwirtschaftliche Begleitung (Datenmanagement und Ergebnistransfer zu der Fachverwaltung) sowie die Entwicklung und Erprobung von Methoden zur Sensibilisierung und Partizipation betroffener Bürger und Akteure insbesondere für Hochwassergefahren.

Zu Beginn lag der Schwerpunkt hauptsächlich auf der Zusammenstellung, Aufbereitung und Pflege der von den Forschungsthemen benötigten Daten, die via ftp-Server den FT6-Projektpartnern und darüber hinaus auch dem gesamten KLIFF-Forschungsverbund zur Verfügung gestellt werden konnten. Dies umfasst neben den wasserwirtschaftliche Daten auch Klima- und Geobasisdaten. Die Hauptarbeitphase des Datenmanagements wurde Anfang 2010 abgeschlossen, eine kontinuierliche Fortführung ist jedoch unerlässlich.

Zur Realisierung des Ergebnistransfers zwischen dem Forschungsprojekt und der Fachverwaltung diente bisher v. a. die intensive Mitarbeit in (Unter-) Arbeitskreisen der Regierungskommis­sion Klimaschutz. So entstand z. B. unter erheblicher Mitarbeit des TP5 eine Zusammenstel­lung von möglichen Handlungsfeldern zur Anpassung der Binnenwasserwirtschaft an den Klimawandel. Zusätzlich wurde ein NLWKN-weiter und fachgebietsübergreifender Workshop „Arbeitsgespräch Klimawandel-Wasserwirtschaft“ durchgeführt und somit ein intensiver Erfahrungsaustausch erzielt sowie die Nutzung von Projektsynergien durch künftig jährliche Fortsetzung ermöglicht. Des Weiteren wurde die Vernetzung mit anderen, z. T. externen Forschungsprojekten ähnlicher Fragestellung (z. B. Workshops der IMPLAN-AG und des MARE-Projekt der Stadt Hannover) initiiert und erfolg­reich fortgesetzt.

Die Erfassung geeigneter Methoden zur Stärkung der Sensibilisierung und Partizipation betroffener Bürger sowie der Analyse des Zusammenwirkens der Akteure im Hochwasser­schutz basiert auf einer Literaturauswertung sowie intensivem Erfahrungsaustausch mit KLIFF-Projektpartnern (Universität Lüneburg, FT7) und externen Experten der Kommuni­kations- und Sozialwissenschaften. Durch qualitative Interviews mit ausgewählten Experten konnten wertvolle Einschätzungen der wasserwirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels, zu möglichem Verbesserungsbedarf bei der Abstimmung zwischen den jeweiligen Akteuren, zu Bedarf und Anforderungen an eine Informations- und Kommunikationsplattform sowie zu besonders erfolgreichen Maßnahmen zur Stärkung des Risikobewusstseins und zur Bürgerbeteiligung erfasst werden.

Anfang des Jahres 2012 wurde in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und dem MARE-Projekt eine Online-Bürgerbefragung zum Thema Klimawandel und Hochwasserrisiko gestartet. Ziel der Befragung war es, das derzeitige Bewusstsein für Klimawandel und Hochwasserrisiko zu erfassen und ein Meinungsbild einzufangen, wie die niedersächsische Bevölkerung zukünftig informiert und beteiligt werden möchte. Die Ergebnisse dieser Befragung finden Sie hier auf der Homepage des NLWKN.

 

In der zweiten Projektphase sollen die Ergebnisse der Experten- und Bürgerbefragung im Rahmen eines Expertenworkshops vorgestellt und diskutiert werden. In diesem Workshop geht es u.a. um die Optimierung des Zusammenwirkens im Hochwasserschutz. Des Weiteren werden Methoden zur Sensibilisierung und Partizipation entwickelt und erprobt. Dazu gehört z.B. der Aufbau einer Internetplattform, die Bürgerinnen und Bürger über Klimawandel und Hochwasserrisiken informiert. Außerdem wird der Transfer erster (Teil-) Ergebnisse aus den anderen Projektbereichen in die Fachverwaltung zeitnah angestrebt.

Leitung: Prof. Dr. J. Hölscher
Bearbeiterin: C. Forberg
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Natur- und Küstenschutz (NLWKN), Betriebsstelle Hannover-Hildesheim

KLIFWA/TP 5.1

TP 5.2: Information, Kommunikation und Partizipation

Es sollen Methoden entwickelt und erprobt werden, um die Öffentlichkeit im erforderlichen Umfang speziell für die Hochwassergefahr zu sensibilisieren und auf die Risiken einzustellen. Im Dialog mit der Öffentlichkeit, der Wirtschaft, den allgemeinen Gefahrenabwehrbehörden (Städte und Gemeinden) und den Katastrophenschutzbehörden (Landkreise, kreisfreie Städte) sollen die öffentliche Wahrnehmung, die geltenden Einsatzgrundsätze und die bestehenden Organisationen kritisch überprüft und ggf. optimiert werden.

Leitung: Prof. Dr. J. Hölscher
Bearbeiterin: C. Forberg
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Natur- und Küstenschutz (NLWKN), Betriebsstelle Hannover-Hildesheim

KLIFWA/TP 5.2