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TP 1.1 Leistungseigenschaften beim Milchrind: Einflussgrößen, Wechselwirkungen und züchterische Maßnahmen in verschiedenen Produktionssystemen

In diesem Teilprojekt wird der Einfluss von Temperatur- und Feuchteindizes (THI) auf Produktions- und Sekundärmerkmale bei der Rasse Deutsche Holstein untersucht.  Erst Ergebnisse zeigen in Abhängigkeit von der Region (Aller/Leine, Heide und Küste) und dem Merkmal (Milchmenge, Fett-/Eiweißgehalt, Zellzahl)  unterschiedliche Schwellenwerte für das Auftreten von Hitzestresserscheinungen.

Obwohl im Moment, verglichen mit internationalen Studien, keine extremen Temperaturbelastungen vorherrschen, sind auch für niedersächsische Verhältnisse negative Auswirkungen auf Mengenmerkmale und Zellzahlen in ähnlichem Ausmaß festzustellen. Interessant ist, dass Hitzestress schon bei geringeren THI-Schwellen auftritt. Dies könnte bei einer Zunahme der Extremtemperaturen in den kommenden Jahrzehnten problematisch werden.

Aus der Schätzung genetischer Parameter mittels Random-Regression-Modell resultierten Varianzen und Heritabilitäten, die sich in Abhängigkeit von Laktationstag und THI verändern. Niedrige Heritabilitäten bei Hitzebelastung führen dazu, dass unter suboptimalen Bedingungen das genetische Potential nicht in vollem Umfang exprimiert wird. Dieses interessante Resultat ist ein wichtiger Hinweis zur optimalen Gestaltung der Leistungsprüfung.

Im der zweiten KLIFF-Phase geht es darum, mit Hilfe der geschätzten (Ko)Varianzkomponenten die  Energieeffizienz einer Milchkuh unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien zu simulieren und ökonomische Gewichte abzuleiten.

Abb.1: LSQ-Mittelwerte für die tägliche Milchmenge in Abhängigkeit des THI für verschiedene Regionen Niedersachsens

Leitung:

Prof. Dr. S. König
Mitarbeiterin: Dr. Kerstin Brügemann

Laufzeit: 01/2009 bis 12/2013

Kontakt:

Universität Kassel
Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften (FB 11)
FG Tierzucht
Nordbahnhofstr. 1a
37213 Witzenhausen

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