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TP 2.2 Auswirkungen klimatisch bedingter Vegetationsänderungen auf Ernährung und Stoffwechsel von Wiederkäuern

Klimaveränderungen können Vielfalt und Zusammensetzung von Futterpflanzen beeinflussen und so zu erheblichen Veränderungen in der Grundfutterversorgung führen. In diesem Projekt werden Konsequenzen für und Zusammenhänge von Grundfutterangebot, Ernährung und Stoffwechsel von Wiederkäuern charakterisiert.

Abb.1: Rind zur Entnahme von Panseninhalt   Abb.2: In-vitro-Inkubationsanalyse

Unter Verwendung der etablierten semikontinuierlichen Pansensimulationsmethode RUSITEC (rumen simulation technique) werden Pflanzenproben auf ihre Fermentierbarkeit hin untersucht. Die Materialien werden von unseren Partnerprojekten 2.4 und 2.5 zur Verfügung gestellt. Mit dem gewählten Versuchsaufbau können Aussagen über biochemische Stoffwechselparameter, wie die Verdaulichkeit der organischen Substanz, die Produktionsraten kurzkettiger Fettsäuren und Fermentationsgase (CH4 und CO2) und die Konzentration von Ammoniak getroffen werden.

Zur Überprüfung der Auswirkungen der Pflanzen auf die mikrobielle Population werden zum einen der Verlauf der Protozoenanzahl durch Auszählung bestimmt und zum anderen SSCP (single strand conformation polymorphism) Analysen durchgeführt. Bei letzterer Methode werden SSCP-Profile, ähnlich genetischen Fingerabdrücken, erstellt, die mittels einer computergestützten Clusteranalyse ausgewertet werden und rein qualitative Aussagen über die mikrobielle Diversität erlauben.

Wir erwarten so einen umfassenden Eindruck der Fermentierbarkeit der Pflanzen und deren Auswirkungen auf die mikrobielle Population zu erhalten.

Leitung:

Prof. Dr. med. vet. G. Breves

Prof. Dr. rer. net. B. Schröder

Mitarbeiterinnen: Birgit Rehberg und Carola Lindig

Laufzeit: 01/2009 bis 12/2013

 

Kontakt:

Physiologisches Institut

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Bischofsholer Damm 15

D-30173 Hannover

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